Familienstellen
Bert Hellinger entdeckte in seiner Arbeit, dass Familiensysteme nach bestimmten, oft unausgesprochenen Regeln angeordnet sind.
Das Nichteinhalten dieser Gesetzmäßigkeiten kann zu starken Störungen führen. Wenn z.B. der Vater, die Mutter oder das Kind nicht ihre
für sie vorgesehenen Rollen oder Plätze einnehmen, kann es bei jedem Einzelnen zu emotionalen, zwischenmenschlichen oder
sogar körperlichen Problemen kommen. Der Betroffene ist sich des Einflusses seines gestörten Familiensystems meist gar nicht
bewusst, da es eher einem inneren Bild entspricht.
Das jeweilige Familiensystem wird in der therapeutischen Arbeit durch Repräsentanten angeordnet und in eine veränderte Form gebracht. Dabei
liegen Hintergrundannahmen zugrunde, die der Therapeutin helfen, Störungen aufzudecken. Gestörte Beziehungen, Familienthemen
und ungelöste Konflikte werden so gezielt verändert.
Bei der systemischen Strukturaufstellung nach Kibèd und Sparrer werden auch außerfamiliäre Systeme (Arbeit, Bekannte),
einzelne Themen oder sogar Gefühle, Hindernisse etc. durch Repräsentanten dargestellt. Somit ist es möglich, betroffene
Aspekte durch einen Stellvertreter "sprechen" zu lassen. Schnell wird dann deutlich, wodurch das Problem aufrecht erhalten
wurde. Eine Veränderung ist nun gezielt möglich.
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